Automation im System. Effizienz im Ergebnis.

Die kompakte Automation für Wendeschneidplatten

Wendeschneidplatten haben einen festen Platz in der Metallzerspanung. Der Haken: Das Handling raubt Zeit. Mit »micBox« bietet ZOLLER eine standardisierte Automation, die Wendeschneidplatten an Fräswerkzeugen wendet oder austauscht. Die Kosten in der Werkzeugvorbereitung sinken, die Wettbewerbsfähigkeit steigt.

Präzise greift der 6-Achs-Roboter die Wendeschneidplatte, hebt sie aus der Vorratspalette und setzt sie auf dem frisch gereinigten Plattensitz des Trägerwerkzeugs ab. Die nächsten Schritte: Befestigungsschraube aufnehmen, leicht einfetten und festdrehen, danach das Werkzeug ablegen. Mit »micBox« bietet ZOLLER eine standardisierte, kompakte Automationsanlage für das Handling von Wendeschneidplatten. Der Platzbedarf: rund drei Quadratmeter Fläche. Die Bandbreite: Werkzeuge bis 420 mm Länge, 340 mm Durchmesser und 20 kg Gewicht.

»micBox« – flinker Wechsel von Wendeschneidplatten

„Diese Automation ist sehr effizient und wird die Werkzeugvorbereitung verändern“, sagt Kunal Singh, bei ZOLLER verantwortlich für Projektmanagement und Automation. „Für ein komplexes Werkzeug wie einen Wälzfräser braucht eine Fachkraft etwa 35 Minuten, um alle Platten zu tauschen. »micBox« ist nach 12 Minuten und 30 Sekunden fertig“, gibt er eine Idee von der Leistungsfähigkeit der neuen Automation von ZOLLER. Je nach Werkzeug verkürzt sich die Montagedauer um 60 bis 70 Prozent im Vergleich zum manuellen Prozess.

Optional – erst Verschleißprüfung, dann wenden oder tauschen

»micBox« löst ein Problem, mit dem viele spanende Fertigungen hadern. Werkzeuge mit Wendeschneidplatten setzen regelmäßiges, professionelles Handling voraus. Das kostet Zeit und bindet Fachkräfte. Wer sich um seine Werkzeuge nicht laufend kümmert, spürt schnell die Folgen: Qualitätseinbußen, im schlimmsten Fall sogar Schäden an Werkstück und Trägerwerkzeug, falls eine Schneide ausbricht. »micBox« kann solche Risiken reduzieren. Optional prüfen ein Kamerasystem und die KI-Funktion »wearCheck« jede Schneide auf Verschleiß. Das schafft doppelte Sicherheit: verschlissene Platten kommen nicht auf die Maschine, intakte Platten bleiben im Einsatz.

Dokumentation von Wendeschneidplatten

Als weitere Option kann »micBox« eine lückenlose Dokumentation der Werkzeuge erstellen. Über die Verknüpfung zum ZOLLER Toolmanagement »TMS Core« registriert ein optional erhältliches Tool für jedes Werkzeug, wann »micBox« welche Platte auf welche Schneide gedreht oder die Platte ausgewechselt hat. Auch der Tausch der Befestigungsschrauben fließt in den Datensatz ein, ebenso das Anzugsmoment. „Der Anwender kann das Anzugsmoment vorab definieren und auch festlegen, in welchem Intervall »micBox« die Schrauben austauschen soll“, erklärt Kunal Singh und ergänzt:

„Für Zulieferer in streng regulierten Branchen wie Aerospace, Triebwerksbau oder Medizintechnik belegt die Dokumentation die hohe Prozessqualität, liefert zusätzliche Daten für das Qualitätsmanagement und unterstützt die Traceability der Werkzeuge.“

Kombinierte Automation – Plattenmontage plus Einstellen und Messen

»micBox« bietet bereits als Stand-alone-Lösung große Effizienzvorteile. Zur Höchstform läuft der Wendeschneidplatten-Profi auf, wenn er mit der neuen Automationszelle von ZOLLER, »coraVarion«, zusammenspielt. In Kombination übernehmen sie die Montage der Wendeschneidplatten, das Einstellen und Messen an einem der ZOLLER Premiumgeräte und das Bereitstellen der Werkzeuge auf einer ZOLLER »smartPallet«. Das Ensemble garantiert eine hohe automatisierte Taktung, präzise Abläufe und den fließenden Übergang zwischen Werkzeugvorbereitung und Shopfloor-Logistik.

Mehr Wettbewerbsfähigkeit und hohe Wiederholgenauigkeit 

„An Standorten mit hohen Lohnkosten drückt das manuelle Werkzeughandling die Wirtschaftlichkeit und so die internationale Wettbewerbsfähigkeit“, sagt Christoph Zoller, Geschäftsführer von ZOLLER. Bereits als Stand-alone-Lösung verringert »micBox« den Einfluss der Lohnkosten. Im Team mit »coraVarion« verstärkt sich der positive Effekt.

„Ist das Handling in der Werkzeugvorbereitung weitreichend automatisiert, vergleichen wir nicht mehr die Lohnkosten in verschiedenen Märkten, sondern die Maschinenkosten. Die »micBox«-oder »coraVarion«-Stunde ist überall ähnlich. Der Lohnkostenvorteil vieler Märkte sinkt. Unsere Automation ist somit interessant für jeden, der seine Wettbewerbsfähigkeit steigern will. Dank der Standardisierung ist sie preislich sehr attraktiv und sie bietet die hohe Wiederholgenauigkeit, die besonders für Hightech-Branchen unabdingbar ist“, sagt Christoph Zoller.

Nur bei ZOLLER – Automation im System

»micBox« und »coraVarion« erweitern das ZOLLER-System im Bereich der Werkzeugvorbereitung und ermöglichen es, hohe Optimierungspotenziale zu nutzen. ZOLLER-Kunden können in ihrer Fertigung ein einzigartiges Automations-Team an den Start bringen, das die Werkzeugvorbereitung auf ein neues Effizienzlevel hebt.